Entstörung mit Ferritkernen

Infrarot Lichtmodule für die Soundmodule USM-RC und USM-RC-2
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gismow
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Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von gismow » Mi 8. Okt 2014, 12:27

Moin, moin...

Mein Trailer ist soweit fertig, allerdings gibt es noch ein Problem mit einer Störung.

Kurz zur Historie. Ich habe den amerikanischen Flatbed Trailer von Tamiya aus blankem Alu quasi nachgebaut um ihn pulvern zu können. Vorlage war mein Trailer, der seit 2 Jahren mit dem Lichtmodul einwandfrei lief. Der Nachbau erfolgte 1:1, allerdings mit einem Unterschied, die Ladefläche ist 0,8 statt 2mm stark.

Alles funktioniert prima, nur wenn ich die Stützen betätige (CTI Thor 14 an Servo1) dann beginnen der linke Blinker, die Bremslichter, die Nebelschlussleuchte und das Rücklicht (Ausgänge 1-4) arrythmisch zu flackern. Dem Servokabel des Thors habe ich in der Zwischenzeit auch die + Leitung gezogen, da kann also auch nichts mehr stören. Das Flackern wurde nach der Aktion auch weniger, aber es ist noch da.

In anderen Beiträgen habe ich vom Einsatz von Ferritkernen gelesen um die Stromleitungen zum Motor der Stützen sowie das IR Datenkabel zu entstören. Nun zu meinen Fragen:
1. Gibt es Vorgaben hinsichtlich Form und Dicke?
2. Muss ich die Kerne an bestimmten Stellen positionieren? Am Anfang, am Ende oder in der Mitte der Leitung?
3. Bringt im meinem Fall ein Elko in der IR Leitung etwas? Es handelt sich ja allem Anschein nach um eine Beeinflussung durch den Motor.
4. Meines Wissens nach ist der Tamiya Motor der Stützen nicht entstört. Kann ich zur Entstörung des Motors beliebige Kondensatoren nehmen oder gibt es da spezielle Vorgaben abhängig vom Motor?

Fragen über Fragen......

Vielen Dank im Voraus für Hilfe, Tipps und Vorschläge jeglicher Art. Es ist nur noch dieses kleine Problem zu lösen, dann ist der Trailer fertig :D

Greetinx
Peter

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Oldchap
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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von Oldchap » Mi 8. Okt 2014, 13:21

Leider wird die Motor-Entstörung im Zeitalter der GHz-Funken zunehmend eingespart! Empfehlung: 10 nF über die Pole und je 4,7 nF von jedem Pol zu Gehäuse (z.B. MKL-Typen).

Ein Elko ist zur Motorentstörung ungeeignet, aber 2 Drosselspulen kann man noch vorsehen. Ersatzweise gibt es fertige Entstörplatinen, die die nötigen Bauteile bereits enthalten und direkt auf die Motorpole gelötet werden.

Ferritringe zur Entstörung helfen am besten, wenn sie so nahe wie möglich an der Störquelle sitzen. Je größer sie sind, desto mehr Drahtwindungen nehmen sie auf; damit steigt die Wirkung. Natürlich muß man sie noch unterbringen können.
Gruß

Gerhard
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gismow
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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von gismow » Mi 8. Okt 2014, 13:41

Moin Gerhard,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Bei der Entstörung des IR Datenkabels in der Nähe des Motors habe ich ein Platzproblem, da der Raum zwischen Bodenplatte und Ladefläche gerade mal 8mm beträgt. Da ist die Frage ob ich da einen Ferritkern unterbringen kann. Vielleicht gibt es ja sehr flache Teile so um 4mm denn es muss ja noch das Servokabel drum passen.

Mittlerweile tüftele ich auch an einem Komplettumbau der Stützen, welche den jetzigen Motor überflüssig macht. Ich möchte jede Stütze über Kegelräder von einem Getriebemotor antreiben lassen. Diese kann ich dann ja in eine Blechhülle als Abschirmung packen. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik, da muss ich erst noch viel planen.

Greetinx
Peter

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gismow
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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von gismow » Sa 25. Jul 2015, 12:00

Moin, moin...

Wäre es evtl. auch eine Lösung eine Abschirmung über das IR Kabel zu ziehen? Ich habe mal gegoogelt und nan kann die geflochtene, metallene Abschirmung als Meterware kaufen. Hier ein Beispiel: http://www.ebay.de/itm/1m-Kabelabschirm ... 4ad73f6070.

Wenn das funktioniert, muss ich diese Abschirmung dann "erden", sprich an den Minuspol des Akkus klemmen?

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von Rascal » So 26. Jul 2015, 16:49

Ob es was bringt kann ich nicht sagen, aber die Abschirmung müßte am Minus-Pol angeschlossen werden.
Wenn du ein Stück Antennen-/SAT-Kabel rumliegen hast kannst du mal versuchen die Abschirmung dort herauszuschneiden, zumindest zum Ausprobieren. Auf die gewünschte Länge abschneiden und dann ganz vorsichtig mit einem Cutter-Messer die Isolierung längst einschneiden (nicht zu tief um das Gewebe nicht zu beschädigen). Beim Einbau Schrumpfschlauch drüber ziehen um Kurzschlüsse zu vermeiden.

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von BEIER-Electronic Andy » Mo 27. Jul 2015, 10:46

Ein Abschirmung haben wir hier noch nicht probiert, daher weiß ich auch nicht, ob es was bringt...

Wie Rascal schon geschrieben hat, den Schirm mit dem Minuspol verbinden.

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von gismow » Mo 27. Jul 2015, 20:23

Moin, moin...

Ich habe mir gerade mal einen Meter Abschirmung bestellt und werde es testen. Über das Ergebnis werde ich hier natürlich berichten.

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von gismow » Do 13. Aug 2015, 20:42

Moin, moin...

Also, ich habe die Ummantelung verbaut und an Masse angeschlossen. Es ist etwas besser geworden. Nun flackert es nur noch wenn der Motor anläuft.

Als nächstes werde ich den Ferritkern testen.

Hierzu habe ich 2 Fragen:

1. Ist es korrekt dass der Kern in die Stromleitungen des Motors gewickelt wird ?
2. Wickele ich beide Leitungen oder nur eine ?

Danke... ;)

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von amigaman » Do 13. Aug 2015, 22:01

Motorleitungen hast du ja nur 2, und die müssen beide um den Kern, in gleicher Richtung. Das Kabel also einfach "doppelt nehmen".

Hast du die Motorentstörung eingebaut?

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Re: Entstörung mit Ferritkernen

Beitrag von Oldchap » Fr 14. Aug 2015, 01:26

Hallo Peter,

abhängig von der Dicke der Motorleitungen würde ich einen der aufklappbaren Ferritzylinder im Kunststoffgehäuse nehmen und den um die 2 Leitungen herumklappen. Bei genügend dünnen Leitungen kann man auch "echte" Ringkerne nehmen und die Leitungen parallel durchfädeln; sprich: mehrfach um den Ringkörper herumwickeln.
Gruß

Gerhard
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